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Sesame Workshop verklagt SeaWorld wegen Umgang mit der „Sesamstraße“-Marke

Zwischen Sesame Workshop, der gemeinnützigen Organisation hinter der bekannten Kindermarke „Sesame Street“ (in Deutschland “Sesamstraße”), und SeaWorld ist ein rechtlicher Streit entbrannt. Wie NBC News berichtet, hat Sesame Workshop Klage gegen das Freizeitparkunternehmen eingereicht. Der Vorwurf: SeaWorld habe vertragliche Pflichten verletzt, Lizenzzahlungen nicht vollständig geleistet und die Marke teils ohne Genehmigung genutzt.

Foto: Sesame Place Philadelphia

Langjährige Partnerschaft steht vor dem Aus

Die Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten besteht laut dem Bericht seit rund 45 Jahren. SeaWorld hatte im Rahmen dieser Partnerschaft die Lizenz erhalten, Freizeitparkbereiche und eigenständige Parks rund um „Sesame Street“ zu betreiben und Figuren wie Elmo oder Krümelmonster zu nutzen.

Nach Angaben von Sesame Workshop will die Organisation diese langjährige Kooperation nun beenden. In einem Statement, das NBC News zitiert, heißt es, man habe diese Entscheidung nicht leichtfertig getroffen, sehe aber keine andere Möglichkeit mehr.

Vorwürfe: ausstehende Lizenzzahlungen und Vertragsverletzungen

Im Zentrum der Klage stehen mehrere finanzielle und vertragliche Streitpunkte. Laut Sesame Workshop soll SeaWorld bereits 2022 Millionenbeträge an Lizenzgebühren für den Park Sesame Place in Langhorne, Pennsylvania, nicht gezahlt haben. Dadurch sei die Organisation gezwungen gewesen, ihre Ansprüche zunächst in einem Schiedsverfahren und später vor einem Bundesgericht geltend zu machen.

Darüber hinaus wirft Sesame Workshop SeaWorld vor, ab 2025 weitere vertraglich vereinbarte Zahlungen eingestellt zu haben. Dabei geht es laut Klage auch um Beträge im Zusammenhang mit der Schließung einer „Sesame Street“-Attraktion in San Diego sowie um Zahlungen für einen geplanten dritten Park.

Streit um Parkschließung und Kommunikation mit Familien

Besonders kritisch sieht Sesame Workshop laut NBC News außerdem die angeblich kurzfristige Schließung eines eigenständigen „Sesame Street“-Parks, ohne die Organisation vorab zu informieren. In der Klage heißt es, dadurch seien Kinder und Familien enttäuscht worden, die bereits einen Besuch geplant hatten.

Diese Schließung ist Teil der breiteren Vorwürfe, wonach SeaWorld die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren durch einseitige Entscheidungen und wiederholte Vertragsverstöße belastet habe.

Vorwurf unautorisierter Werbemaßnahmen

Neben finanziellen Fragen geht es auch um den Umgang mit der Marke selbst. Sesame Workshop beschuldigt SeaWorld, den Ruf der „Sesame Street“-Marke beschädigt zu haben, indem Werbematerialien mit Figuren und Markenelementen ohne Freigabe verbreitet worden seien. Laut Klage betrifft das unter anderem Social-Media-Beiträge, E-Mails und Newsletter.

Wie NBC News zusammenfasst, sollen diese Materialien teilweise auch Fehler und Tippfehler enthalten haben, was aus Sicht der Kläger zusätzlich negativ auf die Marke zurückfalle.

SeaWorld weist Vorwürfe zurück

Ein Sprecher von United Parks, dem Unternehmen hinter SeaWorld, erklärte gegenüber NBC News, man sei sich der Klage bewusst und freue sich darauf, die eigene Sichtweise vor Gericht darzulegen. Das Unternehmen will die Vorwürfe also nicht auf sich sitzen lassen und kündigt an, den Fall juristisch aufzuarbeiten.

Zugleich weist Sesame Workshop offenbar auch eine Gegenposition zurück, wonach die Organisation selbst ihre vertraglichen Verpflichtungen verletzt habe, etwa durch angeblich unzureichende Investitionen in die Marke.

Was Sesame Workshop vor Gericht erreichen will

Mit der Klage verfolgt Sesame Workshop mehrere Ziele. Zum einen soll die Vereinbarung mit SeaWorld offiziell beendet werden. Zum anderen fordert die Organisation laut NBC News Schadensersatz, die Erstattung von Anwaltskosten sowie Zinsen auf ausstehende Beträge.

Wie der Fall ausgeht, ist derzeit offen. Klar ist aber schon jetzt: Der Rechtsstreit könnte weitreichende Folgen für bestehende und künftige „Sesame Street“-Angebote in SeaWorld-Parks haben.

Stefan ist seit kleinauf achterbahnverrückt und Jahreskartenfan. Heimatpark: Phantasialand

Stefan

Stefan ist seit kleinauf achterbahnverrückt und Jahreskartenfan. Heimatpark: Phantasialand

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