Das Tivoli in Kopenhagen eröffnet im August 2025 seinen neuen Themenbereich Hikari – die bislang größte architektonische Investition in der fast 200-jährigen Geschichte des Vergnügungsparks. Auf über 2.000 m² entsteht eine japanisch inspirierte Erlebniswelt mit zwei neuen Attraktionen, fünf Streetfood-Lokalen sowie originaler japanischer Kunst. Die Investition beläuft sich auf einen dreistelligen Millionenbetrag in dänischen Kronen.

Ein neues Kapitel für einen historischen Park
Der Tivoli, gegründet 1843 von Georg Carstensen im Herzen Kopenhagens, zählt zu den ältesten Vergnügungsparks der Welt. Der ehemalige Asienbereich des Parks wird seit knapp zwei Jahren grundlegend umgestaltet und erhält nun einen neuen Namen: Hikari – japanisch für Licht. Das Projekt gilt als die ehrgeizigste stadtplanerische und architektonische Maßnahme, die der Park seit seiner Gründung umgesetzt hat.
Tivoli-Geschäftsführerin Susanne Mørch Koch erklärt den Hintergrund der Investition: „Die soliden finanziellen Ergebnisse des Tivoli in den letzten Jahren haben es uns ermöglicht, noch ehrgeiziger in die Entwicklung des Vergnügungsparks zu investieren. Mit diesem Bereich zeigen wir, dass sich das Tivoli weiterhin erneuern, überraschen und neue Erlebnisse bieten kann, ohne dabei Kompromisse bei dem einzugehen, was das Tivoli zu etwas ganz Besonderem macht.”
Interpretation statt Imitation
Die Gestaltung des neuen Bereichs folgt einem klaren Prinzip: Hikari soll keine nostalgische Rekonstruktion Japans darstellen, sondern eine eigenständige, moderne Interpretation – inspiriert von japanischen Architektur- und Landschaftsprinzipien, umgesetzt im künstlerischen Geist des Tivoli. Dieser Ansatz spiegelt die Gründungsidee Georg Carstensens wider, wonach das Tivoli niemals fertig sein werde und stets Inspiration aus der ganzen Welt in neue Erlebnisse übersetze.
Für eine möglichst authentische Atmosphäre wurden 60 Tonnen Ziegelsteine sowie gebrauchte Türen, Fenster und Vintage-Objekte von den japanischen Unternehmen Tsuruya und Eishirou Kawara nach Kopenhagen verschifft. Ergänzt wird das Erscheinungsbild durch ein Werk des international renommierten japanischen Künstlers Takashi Murakami sowie weitere Straßenkunstwerke und Ausstattungselemente. In der Begrünung setzen eine kunstvoll geschnittene Kiefer, ein Tempelbaum mit Bodenbepflanzung aus japanischen Azaleen sowie Bambus-Arrangements japanische Akzente.
Zwei neue Attraktionen und überarbeitete Achterbahn
Das Herzstück von Hikari bilden zwei neue Attraktionen sowie die überarbeitete Achterbahn Dæmonen. Die Achterbahn – auf Deutsch „der Dämon” – behält ihre bisherige Fahrstrecke, wird jedoch vollständig in die neue Themenwelt integriert und erhält eine komplett neue Szenografie. Künftig schlängelt sie sich wie eine Hochbahn durch den Bereich.
Die Familienattraktion Hotel Hikari versetzt Besucher in einen Hotelaufzug, der durch sorgfältig inszenierte Räume führt. Zu den Elementen zählen ein Vortex-Tunnel, ein schräg stehendes Hotelzimmer und ein Infinity Room mit endlosem Spiegellabyrinth. Die Attraktion wurde vom Hersteller Gosetto gefertigt.
Als zweite Neuheit kommt Tyfonens Øje – das Auge des Taifuns – hinzu. Es handelt sich um eine trommelartige Zero-Gravity-Attraktion des Herstellers SBF Visa, bei der die Zentrifugalkraft die Besucher an der Wand fixiert, während der Boden abgesenkt wird. Die Attraktion ist nach Angaben des Parks die einzige ihrer Art in Skandinavien. Der Zugang erfolgt durch eine japanisch inspirierte Szenerie mit einem von Katsura inspirierten Wartehaus.
Gastronomie als zentrales Erlebniselement
Auch kulinarisch setzt Hikari neue Akzente. Fünf Streetfood-Lokale bieten Speisen zum Mitnehmen sowie überdachte Sitzgelegenheiten. Hinter mehreren Konzepten stehen renommierte dänische Gastronomen und Kooperationspartner, die aktuelle japanische Gastronomietrends aufgreifen. Ergänzend sind zwei Geschäfte im Bereich geplant.
Eröffnung im August
Da der Tivoli auf einer Gesamtfläche von rund 80.000 m² mitten in Kopenhagen liegt und räumlich nicht erweitert werden kann, wurde die verfügbare Fläche des ehemaligen Asienbereichs im Zuge des Umbaus deutlich effizienter nutzbar gemacht. Die über 2.000 m² Aufenthaltsfläche sollen spürbar mehr Raum für die Besucher bieten als zuvor. Das genaue Eröffnungsdatum im August 2025 will der Park in Kürze bekanntgeben.
Über Tivoli: Der Tivoli wurde 1843 von Georg Carstensen gegründet und liegt direkt neben dem Kopenhagener Rathaus im Herzen der dänischen Hauptstadt. Mit über 30 Attraktionen, darunter eine Holzachterbahn aus dem Jahr 1914, sowie einem eigenen Ballettensemble, mehreren Restaurants und einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm gilt der Park als meistbesuchte Touristenattraktion Dänemarks und Nordeuropas. Tivoli öffnet saisonal und empfängt Gäste unter anderem zur Sommersaison, zu Halloween sowie zum Weihnachtsmarkt „Jul i Tivoli”.

