Das Conny-Land am Bodensee hat neue Details zu seiner nächsten Großinvestition vorgestellt: „Massai”, ein Big Dipper von MACK Rides mit LSM-Katapultstart, soll 2027 die längste, schnellste und höchste Achterbahn der Schweiz werden – eingebettet in ein neu gestaltetes afrikanisches Themendorf. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 20 Millionen Schweizer Franken, knapp 22 Millionen Euro.

Nur rund zehn Kilometer von der deutsch-schweizerischen Grenze bei Konstanz-Kreuzlingen entfernt, plant das Conny-Land seinen nächsten Meilenstein. Wie das Schweizer Medienportal SRF berichtet, soll Mitte Juni mit der Anlieferung der ersten Schienen begonnen werden. Ein erster Testlauf ist für das Frühjahr 2027 geplant.
Katapultstart statt Startturm – MACK Rides liefert
„Massai” ist als Katapult-Achterbahn konzipiert: Statt wie der bisherige Parkrekordhalter „Cobra” auf einen Startturm gezogen zu werden, beschleunigt die neue Bahn per LSM-System aus dem Stillstand heraus direkt auf Höchstgeschwindigkeit. Dieses Startsystem kennen Besucher des Europa-Parks von „Blue Fire” und „Voltron Nevera” – beide ebenfalls Produkte von MACK Rides aus Waldkirch.
Mit 500 Metern Streckenlänge und 86 km/h Spitzengeschwindigkeit übertrifft „Massai” die parkseigene „Cobra” deutlich: Die bisherige Rekordhalterin misst lediglich 230 Meter und erreicht 85 km/h.

Der „Conny-Land-Loop” – ein weltweit neues Fahrelement
Besonders viel Aufmerksamkeit zieht ein Fahrelement auf sich, das laut Parkbetreiber Roby Gasser bislang in keiner Achterbahn weltweit verbaut wurde: der sogenannte „Conny-Land-Loop”. Dabei hängen Fahrgäste für einige Sekunden kopfüber in der Luft, ehe die Fahrt weitergeht. Details zur genauen Konstruktion hat der Park noch nicht vollständig offengelegt.
Afrikanisches Themendorf als neuer Parkbereich
Die Bahn wird nicht isoliert eröffnen: Rund um „Massai” – benannt nach einem ostafrikanischen Hirtenvolk – entsteht ein neues afrikanisches Themendorf, das der Attraktion einen passenden Rahmen geben soll. Die Gesamtinvestition von 20 Millionen Schweizer Franken umfasst sowohl die Achterbahn selbst als auch die gesamte Thematisierung des neuen Bereichs.

Vom Delfinpark zur Achterbahnhochburg
Dass das Conny-Land heute auf Achterbahnen setzt, ist das Ergebnis einer erzwungenen Neuausrichtung: Nach dem parlamentarisch beschlossenen Importverbot für Delfine und der Schließung des Delfinariums 2013 verlor der Park über 50 Prozent seiner Besucher. „Wir sind fast pleitegegangen”, erklärte Geschäftsführer Roby Gasser gegenüber SRF. Seither investiert der Park konsequent in Fahrgeschäfte – zuletzt mit der Achterbahn „Antares”, die zur Sommersaison 2025 eröffnet wurde und bei der Fahrgäste zunächst senkrecht nach oben gezogen werden, bevor es im engen Serpentinenslalom bergab geht. Mit „Massai” setzt der Park diesen Kurs fort und will nach eigenem Bekunden seinen Gästen jedes Jahr eine neue Attraktion bieten.
Über das Conny-Land: Das Conny-Land in Lipperswil im Schweizer Kanton Thurgau gilt als größter Freizeitpark der Schweiz und liegt unweit des Bodensees, rund zehn Kilometer von der deutsch-schweizerischen Grenze entfernt. Der Park, der auf dem Winterquartier der Zirkusdynastie Gasser gegründet wurde, hat sich nach der Schließung seines Delfinariums 2013 zu einem auf Fahrgeschäfte ausgerichteten Freizeitpark entwickelt.

