Wenige Tage nachdem ein Besucher nach einer Fahrt auf der Achterbahn Stardust Racers im neuen Universal Park Epic Universe in Orlando verstarb, ist eine weitere Beschwerde öffentlich geworden. Eine Frau reichte am 24. September 2025 beim Ninth Circuit Court of Florida eine Klage wegen Fahrlässigkeit ein. Sie behauptet, sie habe sich bei einer Fahrt im Frühjahr 2025 dauerhaft verletzt. Die Angaben gehen aus der Berichterstattung von Fox News hervor.

Vorwürfe der Klägerin
Die Klägerin gibt an, am 30. April 2025 als geladener Business-Gast während der sogenannten technischen Proben des Parks gefahren zu sein. Während der Fahrt sei ihr Kopf heftig geschüttelt und wiederholt gegen die Kopfstütze geschlagen worden. In der Klageschrift wird Universal vorgeworfen, den Kopf der Fahrgäste nicht ausreichend zu sichern, Wartung und Inspektionen unzureichend durchgeführt und nicht klar genug vor potenziell starken Kopfbewegungen gewarnt zu haben. Gefordert werden mindestens 50.000 US-Dollar Schadensersatz sowie ein Geschworenenprozess.
Soft Opening vor der offiziellen Parkeröffnung
Epic Universe feierte das große Opening am 22. Mai 2025. Davor lief der Park mehrere Wochen im Soft-Opening unter dem internen Begriff „technical rehearsals“. In dieser Phase können Abläufe, Shows und Attraktionen bereits für ausgewählte Gäste geöffnet sein, während Technik und Prozesse weiter optimiert werden.
Kontext: Todesfall nach Achterbahnfahrt
Am 17. September 2025 war ein 32-jähriger Besucher nach einer Fahrt auf Stardust Racers kollabiert und später im Krankenhaus verstorben. Der Gerichtsmediziner des Orange County nannte als Todesursache „multiple stumpfe Gewalteinwirkungen“ und stufte den Fall als Unfall ein. Die Familie, vertreten durch einen Anwalt, fordert eine vollständige und transparente Untersuchung sowie eine fortgesetzte Schließung der Attraktion bis zum Abschluss aller Prüfungen. Laut Fox News ist Stardust Racers seit dem 17. September in der offiziellen Park-App als geschlossen vermerkt.
Stellungnahme von Universal und aktueller Status
Universal bezeichnete den Vorfall als tragisch und sprach der Familie sein Beileid aus. Nach internen Prüfungen habe das Fahr- und Sicherheitssystem am betreffenden Tag wie vorgesehen gearbeitet, die Ausrüstung sei intakt gewesen und das Team habe die etablierten Prozeduren befolgt. Parallel läuft eine umfassende Überprüfung in Zusammenarbeit mit dem Hersteller. Die Achterbahn bleibt währenddessen geschlossen. Auch zur Zivilklage der Frau habe man laut Fox News Stellungnahmen angefragt.
Was jetzt zu erwarten ist
Im Zivilverfahren wird das Gericht prüfen, ob und in welchem Umfang eine Pflichtverletzung des Betreibers vorliegt. Parallel untersuchen Behörden und Park die technischen, betrieblichen und medizinischen Aspekte des Todesfalls. Bis Ergebnisse vorliegen, sollten Besucher mit anhaltenden Einschränkungen an der Attraktion rechnen.
Quelle: Fox News

