Walibi Holland hat eine Werbekampagne zu den diesjährigen Halloween Fright Nights zurückgezogen. Grund sind heftige Reaktionen auf den Spot, der inzwischen aus allen Kommunikationskanälen entfernt wurde.

Kritik an Halloween-Spot
In dem Werbevideo war eine junge Frau zu sehen, die von mehreren „Freaks“ umgeben und schließlich vom fiktiven Charakter Eddie dem Clown „versteigert“ wurde. Der Trailer endete damit, dass die Frau in einen Shredder verfrachtet wird – eine Szene, die laut Walibi Holland als künstlerische Überhöhung gedacht war, inspiriert unter anderem von der Banksy-Auktion und dem Film Kingsman: The Golden Circle.
Das Video sorgte jedoch für heftige Diskussionen, da Zuschauer in der Darstellung eine Nähe zu realen Gewaltereignissen sahen.
Statement des Parks
Walibi Holland betont in einer Stellungnahme, dass es sich um eine rein fiktionale Szene handele:
„Eddie de Clown und seine Freaks sind überdeutlich fiktive Figuren, deren überspitzte Darstellung zeigt, dass die Szene die Realität übersteigt. Angst ist im Kontext von Halloween ein zentrales Element.“
Gleichzeitig habe man aus Respekt vor den aktuellen Ereignissen entschieden, die Werbung bis Sonntag zurückzuziehen.
Haltung zu Gewalt und Inklusion
Der Park stellt klar, dass er Gewalt in keiner Form toleriere:
„Walibi Holland ist ein Unternehmen, in dem Inklusivität eine Grundhaltung ist. Es ist unmöglich, dass wir Femizid oder irgendeine Form von Gewalt tolerieren, gutheißen oder bewerben.“
Sollte es eine Botschaft in der Kampagne geben, dann sei es die Verurteilung jeglicher Gewalt – insbesondere gegen Frauen.
Walibi Holland in Biddinghuizen gilt als einer der führenden Freizeitparks in Europa für Halloween-Events. Mit den Halloween Fright Nights hat der Park seit Jahren ein Event etabliert, das für seine Intensität und starke Thematisierung bekannt ist.

