Im Zoo Osnabrück ist bei einem Nandu der amtliche Verdacht auf eine Infektion mit der Vogelgrippe (Aviäre Influenza) festgestellt worden. Das teilte der Zoo in einer Pressemitteilung mit. In enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden wurden umgehend Maßnahmen eingeleitet, um eine mögliche Ausbreitung des Virus einzudämmen. Nach aktuellem Stand sind keine weiteren Tierarten betroffen.

Der Zoo bleibt weiterhin geöffnet, einzelne Wegeführungen wurden jedoch vorsorglich umgeleitet.
Verdachtsfall bei Nandus im Südamerika-Areal
Auslöser ist eine pathologische Untersuchung eines im Zoo verstorbenen Nandus (Laufvogel). Dabei wurde das Virus der Aviären Influenza diagnostiziert. Damit wurde am Freitag, 20. Februar, der amtliche Verdacht auf einen Ausbruch der Vogelgrippe festgestellt.
Ob es sich tatsächlich um die hochpathogene Form der Aviären Influenza handelt, soll Anfang der kommenden Woche feststehen. Die endgültige Einschätzung erfolgt nach einer Untersuchung durch das Friedrich-Loeffler-Institut.
Umfassende Schutzmaßnahmen bereits seit Herbst – dennoch Viruseintrag
Der Zoo Osnabrück hatte nach eigenen Angaben seit dem vergangenen Herbst umfangreiche Vorkehrungen getroffen, um den Vogelbestand bestmöglich vor einer Einschleppung der Vogelgrippe zu schützen. Bestehende Hygieneregeln wurden überprüft und weiter verschärft.
Trotz dieser Maßnahmen kam es zu einem Viruseintrag. Um das Seuchenrisiko zu minimieren, wurden die übrigen Nandus, die gemeinsam mit dem betroffenen Tier gehalten wurden, aus Gründen des Seuchenschutzes eingeschläfert.
Reinigung, Desinfektion und weitere Tests
Parallel wurden sofort Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen eingeleitet. Auf Basis der bisherigen Lageeinschätzung und vorbehaltlich weiterer Testungen bei den gehaltenen Vögeln geht der Zoo derzeit davon aus, dass keine weitergehenden Maßnahmen für den übrigen Vogelbestand notwendig sind. Dieser Bestand wird als artenschutzrechtlich bedeutsam hervorgehoben.
Zoo bleibt geöffnet – Wegeumleitungen an Volieren
Der Zoo Osnabrück bleibt trotz des Verdachtsfalls für Besucher geöffnet. In enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden wird die Situation fortlaufend bewertet.
Nach Angaben des Zoos besteht keine unmittelbare Ansteckungsgefahr für Besucher. Vorsorglich wurden im Zoo jedoch vor einigen Vogelvolieren aus tierseuchenhygienischen Gründen Wegeumleitungen eingerichtet.
Wie sich die Lage weiterentwickelt, hängt von den Ergebnissen des Friedrich-Loeffler-Instituts sowie möglichen weiteren Testungen ab. Der Zoo will darüber im Austausch mit den Behörden weiterhin informieren.

