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FreizeitparkNEWS

Corona-Konzept NRW, BW, RP: Öffnung der Freizeitparks schon im Mai?

Wer erwartet hat, dass die Freizeitparks wohl erst wieder im Herbst öffnen, sollte wohl eines Besseren belehrt werden – zumindest sieht ein Plan von Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachen vor, dass die Parks im Zuge eines drei Stufen-Plans mit als Erstes wieder geöffnet werden sollen.

Gemäß des Drei-Phasen-Konzeptes zur Belebung von Tourismuswirtschaft, Hotellerie und Gastronomie sollen in der ersten Phase touristische Outdoor-Angeboten wie Zoos, Freizeitparks und Klettergärten wieder geöffnet werden. In der zweiten Phase folgen Restaurants und mit eingeschränkter Nutzung Ferienwohnungen und Hotels. Später soll dann der Übernachtungstourismus ohne Restriktionen wieder möglich sein.

Erste Öffnungen schon am 07.05.?

Zu welchem Datum die einzelnen Phasen beginnen, werden die Länder in Abstimmung mit dem Bund in Eigenverantwortung bestimmen. Genäß der „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ ist die erste Lockerungsstufe mit der Öffnung von Zoos und Freizeitparks für den 7. Mai ins Auge gefasst. Das ist der Plan für Niedersachen – sobald wir mehr Infos zu NRW und Baden-Württemberg haben, informieren wir euch.

Auswirkung von Corona auf Freizeitparkbranche + erste Schutz- und Hygienekonzepte

Der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. veröffentlichte in der vergangenen Woche die Auswirkungen der Pandemie auf die Freizeitwirtschaft und prognosizierte eine Existenzbedrohung von 40% der Mitgliedsunternehmen bei Fortführung der Schließungsverordnungen. Die einzelnen Parks haben sich auch Gedanken zum Thema Hygiene gemacht, so hat beispielsweise der Skyline Park jüngst ein detailliertes Hygiene & Schutzkonzept veröffentlicht.

Statements der Minister zu dem 3-Phasen-Konzept

Hier habt ihr die Statements im Überblick:

Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (NRW): „Der Tourismus ist die Branche, die von der Corona-Krise am härtesten betroffen ist. Deshalb wollen wir den Unternehmen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine konkrete wirtschaftliche Perspektive geben und gleichzeitig einen Vorlauf zur Öffnung der Betriebe ermöglichen. Dazu sind jetzt schnell verlässliche Regelungen zur Wiedereröffnung erforderlich. Dabei gilt es eine kluge Balance zu halten zwischen dem Schutz der Gesundheit und einer jeweils neu zu bewertenden und begründenden Einschränkung der wirtschaftlichen Betätigung für die Betriebe und deren Mitarbeiter und Kunden, damit auch der Tourismussektor an der Aufwärtsentwicklung nach der Krise teilhaben kann.“

Tourismusminister Dr. Bernd Althusmann (Niedersachsen): „Mit Blick und unter Beachtung des Infektionsgeschehens scheint der richtige Zeitpunkt gekommen, um dem Tourismus wieder eine Perspektive zu geben. Jede der drei Phasen eröffnet weitere Freiheiten für Touristen und Anbieter. Damit sind natürlich auch Risiken der Verbreitung verbunden. Deshalb schlagen wir ein maßvolles Tempo vor und setzen die strikte Einhaltung von Hygiene und Abstandsvorgaben voraus. Der Tourismus in Zeiten von Corona stellt uns alle vor eine große Herausforderung. Ich habe jedoch großes Vertrauen, dass sich Tourismusunternehmen und Gäste verantwortungsvoll verhalten. In Niedersachsen könnten wir baldmöglichst in die erste Lockerungsphase starten.“

Nicole Hoffmeister-Kraut (Wirtschafts- und Arbeitsministerin BW): „Gerade, weil wir noch lange mit dem Coronavirus leben werden müssen, braucht unsere Hotellerie und Gastronomie schnellstmöglich eine verlässliche Perspektive. Nur so können wir eine nie da gewesene Insolvenzwelle vermeiden, die nicht nur die Wirtschaftsstruktur unseres Landes, sondern auch die Lebensqualität und Anziehungskraft in unseren Regionen massiv beeinflussen würde. Klar ist für mich aber auch: Wiedereröffnungen und Lockerungen dürfen nur auf Grundlage von konsequenten und allgemeingültigen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen erfolgen. Das schafft Akzeptanz und Vertrauen bei den Kunden und ist Voraussetzung dafür, für unser Gastgewerbe eine verlässliche Zukunftsperspektive zu schaffen. Mit den von uns erarbeiteten fundierten Konzepten tragen wir beiden Anliegen gleichermaßen Rechnung.“

Tourismusminister Guido Wolf  (BW): „Uns war es wichtig, gemeinsam und länderübergreifend für diese Branche ein realistisches Konzept zu entwickeln. Tourismus, Gastronomie und Hotellerie sind durch die Krise massiv betroffen und werden leider noch längere Zeit mit Einschränkungen leben müssen. Umso wichtiger ist für diese Branche eine konkrete Perspektive. In einigen Bereichen von Tourismus, Gastronomie und Hotellerie sind absehbar Lockerungen möglich, ohne dass dadurch der Infektionsschutz vernachlässigt würde. Zuerst Wiedereröffnen könnten Angebote und Ziele an der frischen Luft, wo sich Abstandsregeln ohne Weiteres einhalten lassen. Auch für Gastronomie und Hotellerie kann und soll es aus unserer Sicht baldige Öffnungen, zumindest mit reduzierten Auslastungen, geben.

 

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